Verwirkliche Deine Idee

Regionalwettbewerbe starten!

Die heiße Phase von Jugend forscht 2014 in Sachsen hat begonnen. Bereits in dieser Woche startet der Regionalwettbewerb in Chemnitz am 07. und 08. März. Eine Woche Woche später, am 13. und 14. März, finden die Regionlawettbewerbe Dresden und Leipzig statt. Dann stehen die Projekte fest, die vom 27. bis 29. März zum Landeswettbewerb im Hygiene-Museum in Dresden dabei sein werden.

Wir wünschen allen TeilnehmerInnen viel Erfolg und drücken die Daumen.

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Nora Liebmanns Resiebericht aus Stockholm

Stockholm International Youth Science Seminar und Nobelpreisverleihung

Das vierte Türchen meines Adventskalenders war geöffnet, das Kofferschloss verriegelt, alles bereit zum Abflug. Schnell wurde noch die letzte Nachricht von den Eltern beantwortet, dann starte auch schon der Flieger Richtung Stockholm. Dank Jugend forscht und der Ernst A. C. Lange Stiftung hieß es nun für eine Woche der Uni den Rücken zu kehren. Ich tauschte den Alltag gegen eine Teilnahme am Stockholm International Youth Science Seminar, kurz SIYSS. Gemeinsam mit 23 anderen Jugendlichen aus der ganzen Welt erlebte ich die bisher wohl aufregendste Woche meines Lebens. Der krönende Abschluss des Seminars war die Teilnahme an der Nobelpreisverleihung.
Gerade in Stockholm gelandet, wurde ich durch die Organisatoren von SIYSS in Empfang genommen. Im Taxi Richtung Innenstadt tauschte man sich mit Jungforschern aus Russland, den USA und Finnland aus. In jedem Gesicht vermerkte man ein Glitzern in den Augen, denn alle wussten, dass jetzt das Abenteuer beginnt, worauf wir alle Wochen, Monate, wenn nicht Jahre gewartet haben.

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Die Teinehmer am International Youth Science Seminar (SIYSS)

Im Hostel angekommen erkundeten wir als Gruppe erst einmal die wunderschöne Altstadt Stockholms und den Palast, neben dem unser Hostel lag. Nach einem kleinen Rundgang lernte man sich bei einer „Fika“ (schwedisch für Vesper) mit den köstlichsten schwedischen Leckereien bis in die Abendstunden näher kennen. Nach einer kurzen Nacht war der Vormittag ganz dem Seminar gewidmet, später mehr dazu. Wir hatten die Gelegenheit unsere Präsentation zu üben, zu verbessern und darüber zu reden wie aufgeregt man denn schon ist. Am Nachmittag haben wir das „Royal Institute of Technology“ besucht, um mehr über die Projekte der anderen zu erfahren. Mit noch mehr Wissen über die Teilnehmer im Gepäck, war es an der Zeit etwas über die Länder aus denen sie stammen zu erfahren. Bei typisch schwedischen Essen haben wir über Sombreros aus Mexico, Kängurus aus Australien und Renntiere diskutiert. Das Highlight: Delikatessen aus jedem Land, wobei ich jedoch feststellen musste: „Kitkat Wasabi“ aus China ist nichts für mich. Team Deutschland brachte einen Christstollen und gebrannte Mandeln mit, die für Begeisterung sorgten. Doch für alle viel wichtiger war die Antwort auf die Frage, ob diese Naschereien von einem Original Weihnachtsmarkt stammen. Was für Deutsche zur Weihnachtszeit einfach dazugehört, ist in allen anderen Ländern der Welt in aller Munde. „Andere Länder - andere Sitten“ trifft es ziemlich gut.

Der nächste Tag startete mit einer Sightseeing Tour durch Stockholm. Dazu kann man nicht mehr sagen als: bezaubernd. Stockholm ist eine wirklich hinreißende Großstadt, die viel Charme ausstrahlt. Eine Reise dorthin ist lohnenswert. Im Anschluss fuhren wir für den Rest des Tages in das Karolinska Institute. In diesem altehrwürdigen Mauern wird jährlich über die Nobelpreisträger in der Kategorie „Medizin oder Physiologie“ entschieden.

Im Institut angekommen haben wir zunächst einen Einblick in die derzeitige Forschung im Bereich der Diabetes erhalten und konnten mit Wissenschaftlern über ihre Arbeit diskutieren. Faszinierend für mich: Hochangesehene Forscher sind absolut interessiert am Dialog mit Jungforschern. Es wurde nach unseren Idee und Meinungen gefragt - ein Ideenaustausch sondergleichen. Danach schnupperten wir zum ersten Mal Nobelluft. Wir lernten den Sekretär der Nobelstiftung kennen, erfuhren Details über den Nobelpreis und Alfred Nobel selbst.

Anschließend durften wir die Medizinnobelpreisträger bei einer Pressekonferenz näher kennenlernen und mit einigen Fragen löchern.

Um uns das schwedische Feeling, neben IKEA und H&M, näher zu bringen, haben wir am nächsten Tag eine der größten Papierfabriken Schwedens besucht. Dazu kann man erwähnen: Dort wird ausschließlich Papier hergestellt. Sämtliche Qualitäten sind dort verfügbar: Zeitung, Katalog, Flyer, Taschenbücher, alles was das Herz begehrt - für Papierliebhaber das absolute Paradies. Diejenigen, deren Lieblingsmaterial nicht das Papier ist, sind trotzdem auf ihre Kosten gekommen. Da die Fabrik etwas außerhalb von Stockholm lag, konnten wir unseren ersten Schnee genießen. Südafrika trifft auf Schnee! Eine Begegnung, die man einfach mit erlebt haben muss, denn dort ist Schnee so selten wie regenlose Sommer in Deutschland. Nach unserer Lektion in Sachen Papierherstellung besuchten wir die Vorlesung zum Nobelpreis für Literatur. Die Reden der Nobelpreisträger hat in Stockholm Tradition. Leider war Alice Munro krankheitsbedingt nicht anwesend. Die Nobelstiftung machte es trotz alledem möglich einer interessanten Lesung zu folgen, begleitet von einem Interview mit der Autorin.

Auch am nächsten Tag lauschten wir in der Aula Magna der Universität Stockholm den anderen Nobelpreisträgern. Nach einem Presseaufgebot angesichts der Anwesenheit von Peter Higgs, dem Nobelpreisträger 2013 Physik, folgten die wohl spannendsten drei Vorträge an diesem Tag. Die Chemienobelpreisträger haben mit lockeren Präsentationen alle SIYSS-Teilnehmer überzeugt. Der Tag wurde von einem typisch schwedischen Weihnachtsessen gekrönt. Zur Auswahl standen auch die durch IKEA bekannten Hackfleischbällchen. Kugelrund und zufrieden ging es zurück in unser Hostel, wo noch spät bis in die Nacht mit größter Nervosität an den Präsentationen für das Seminar gefeilt wurde.

Das Seminar - der Teil der Reise, wo wir, die Teilnehmer von SIYSS, uns wie die Großen fühlen durften. Wir standen auf derselben Bühne, wo noch einen Tag zuvor die Nobelpreisträger ihre Vorlesungen hielten. Nur um einen Einblick in SIYSS zu bekommen: An diesem Tag kommen Schüler aus ganz Stockholm, um unseren Vorträgen zu lauschen - ein wirklich unbeschreibliches Gefühl. Die Vorträge waren eine Zusammenfassung über die Projekte, die uns in internationalen und nationalen Wettbewerben die Tickets nach Stockholm bescherten.Knapp 1000 Schüler seien dagewesen, hat uns unser Hauptkoordinator voller Begeisterung geschrieben. Mit erhobener Brust schritt man nach der Präsentation zu seinem Stand, wo man ganztägig mit interessierten Schülern über die Projekte diskutierte. In einer wirklichen angenehmen Atmosphäre hatte man sowohl einen der größten als auch internationalsten Dialoge über die verschiedensten Projekte. Als dieser Tag geschafft war, atmeten alle auf. Jetzt stand nur noch alles im Zeichen der Nobelpreisverleihung.

Die perfekte Einstimmung war am Abend die „Nobel reception“, ein Cocktailabend mit den diesjährigen und ehemaligen Nobelpreisträgern. Bei Speis und Trank ist es möglich auf Augenhöhe mit Nobelpreisträgern ins Gespräch zu kommen. Ein Event, dessen Einladungen genauso begehrt sind, wie die der Nobelpreisverleihung selbst. Mein Highlight war ein Gespräch mit Peter Higgs, der mit viel Freude von seinem Studium berichtete. Ebenso Michael Levitt, ein ausgesprochen lebenslustiger Mann, der mit voller Begeisterung von seiner Forschung erzählte und mich mit seinen Worten bewegt an der Forschung festzuhalten.
Dann hieß es nur noch einmal schlafen! Wie man gerne sagt - „In aller Herrgottsfrühe“ wurden die Mädchen aus den Betten geklingelt: der Friseur wartete. Vier Stunden und 20 Dosen Haarsprays später sind wir in unsere Abendgarderobe geschlüpft. In High Heels stöckelte man zum Platz, wo sonst der Bus auf uns wartete. Doch stattdessen standen dort weiße Limousinen, wie man sie sonst nur aus Hollywood kennt. Von da an wusste man, dass man an diesem Abend in eine Welt eintaucht, die sonst nicht Bestandteil unseres Alltags ist. Das Ziel unserer Fahrt war die Konzerthalle Stockholms. Kein Wort und kein Bild kann die Eindrücke beschreiben, die man dort erhielt. Alle trugen ihre schönsten Roben. Der König und die Königin Schwedens saßen nur ein paar Meter von einem selbst entfernt. Jedes Mal bekam ich ein wenig Gänsehaut, wenn die Trompeten durch die Halle schalten, der König den Preis überreichte und die Nobelpreisträger mit sichtlicher Zufriedenheit ihre Verbeugungskünste demonstrierten. Nach der relativ kurzen Zeremonie ging es in Bussen gedrängt Richtung Rathaus Stockholm, wo das Nobelbankett auf die Gäste wartete. Im blauen Saal standen die mit Goldbesteck gedeckten Tische bereit. Schwedische Studenten geleiteten zum Tisch, wo handgeschriebene Platzkärtchen einen jeden empfingen - dass wohl heißbegehrteste Souvenir des ganzen Nobeltages. Inzwischen war man in die wirklich königliche Atmosphäre völlig eingetaucht.
Das Essen war ein wahrer Genuss. Aber natürlich wurde das Essen nicht einfach serviert, nein, es wurde angekündigt durch ein ganzes Aufgebot an Sängern. Durch eine wunderschöne Zusammenstellung an Arien und Songs bereiteten sie mental auf das Essen vor. Wie im Märchen wurde man nach dem Essen in eine goldene Halle zum Tanz geführt. Dort durfte man zu einer Big Band nicht nur den Walzer aufs Parkett bringen. Ab Mitternacht machte sich langsam aber sicher die Aufbruchstimmung im ganzen Saal breit. Immer mehr Menschen fanden sich am Ausgang ein. Dort standen Busse Richtung Königliche Technische Hochschule Stockholm bereit. Was wartete dort auf uns? So wie jedes Jahr organisierten die Studenten der Universität den legendären Nobel Night Cap. Uns wurde es nur vorgestellt als „die Party des Jahres in Schweden“. Mit den Nobelpreisträgern konnte man dort gemeinsam essen, trinken, tanzen. Alles was zu einer guten Party gehört. Auf mehreren Etagen wurde das Tanzbein geschwungen zu Rhythmen aus aller Welt.“. Doch irgendwann war auch diese Party vorbei. Nach und nach stiegen alle völlig übermüdet mit Geschenktütchen ins Taxi Richtung Hostel. Der nächste Tag zog nur noch an mir vorbei: Koffer packen, ab ins Taxi, Flughafen, einchecken und ab nach Hause, wo man wieder vom „normalen Leben“ erwartet wurde.
Wenn ich heute auf die Woche in Stockholm zurückblicke, kann ich getrost sagen, eine der aufregendsten Wochen meines Lebens erlebt zu haben. Ich habe Freundschaften mit Menschen geschlossen, die man wohl sonst nie getroffen hätte. Der Vortrag vor 1000 Schülern - eine Erfahrung, die ich nicht missen will und von der ich wohl noch schwärmen werde, wenn ich in meinem Ohrensessel sitze und 120 bin. Abgesehen davon, dass es wohl nicht nur für mich die längste Englischstunde meines Lebens war.

In diesem Sinn möchte ich mich ganz herzlich bei der Ernst A.C. Lange Stiftung und der Stiftung Jugend forscht e.V. bedanken diese Chance bekommen zu haben. Getreu Wilhelm Ostwald (Chemienobelpreisträger 1909) „Vergeude keine Energie - verwerte und veredle sie“, möchte ich andere Jungforscher dazu auffordern ihrem Forscherdrang nachzukommen und sie für eine Teilnahme bei Jugend forscht motivieren.

Nora Liebmann aus Leipzig ist dabei!

Jugend forscht Preisträger bei der Nobelpreisverleihung 2013

Bei der am 10.12.2013 in Stockholm stattfindenden Nobelpreisverleihung sind auch zwei Preisträger des Bundeswettbewerbs Jugend forscht zu Gast. Nora Liebmann (18) und Michael Laue (18) werden miterleben, wie das schwedische Königspaar die höchsten wissenschaftlichen Auszeichnungen verleiht. Für die Jungforscher ist der Festakt der Höhepunkt einer ereignisreichen Woche: Gemeinsam mit 24 Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftlern aus insgesamt 17 Ländern nehmen die beiden derzeit am „Stockholm International Youth Science Seminar“ (SIYSS) teil, das seit 38 Jahren von der Schwedischen Vereinigung junger Wissenschaftler veranstaltet wird.

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Nora Liebmann

Nora Liebmann aus Leipzig gewann die Reise nach Stockholm beim diesjährigen Jugend forscht Finale in Leverkusen. Für ihr Biologie-Projekt „Entwicklung einer neuen molekularbiologischen Methode zum Nachweis pathogener Keime“ erhielt sie das von der Bremer Ernst A. C. Lange-Stiftung gestiftete Ticket nach Schweden. Michael Laue aus Muldestausee bei Bitterfeld gewann die Einladung zur Nobelpreisverleihung bereits 2012. Da er im vergangenen Dezember nicht nach Stockholm reisen konnte, nimmt er dieses Jahr als zweiter deutscher Jungforscher am SIYSS teil. Sein Projekt „Verfahrenstechniken zur Isolierung ätherischer Öle im Vergleich“ wurde beim Bundeswettbewerb 2012 zudem mit dem zweiten Preis im Fachgebiet Chemie ausgezeichnet.

„Die Woche in Stockholm ist eine tolle Erfahrung, auf die ich mich schon den ganzen Sommer über freue“, sagt Nora Liebmann. „Insbesondere das Zusammentreffen mit den diesjährigen Nobelpreisträgern und der Austausch mit jungen Wissenschaftlern aus aller Welt sind ein echtes Highlight“, ergänzt Michael Laue, der im Sommer 2013 sein Abitur am Walther-Rathenau-Gymnasium Bitterfeld ablegte und seit dem Wintersemester an der Universität Leipzig Chemie studiert. Nora Liebmann bestand im Juli dieses Jahres ihr Abitur am Wilhelm-Ostwald-Gymnasium in Leipzig und studiert dort seit Oktober Medizin.

Nach der Nobelpreisverleihung werden die Jungforscher mit den Nobelpreisträgern und mehr als 1000 Gästen am traditionellen Bankett teilnehmen und anschließend auf dem festlichen Ball im Stockholmer Rathaus tanzen. In der Woche zuvor wurde den beiden beim SIYSS ein attraktives wissenschaftliches und kulturelles Programm geboten: Die Jugendlichen konnten unter anderem Vorträge der Laureaten zu ihren Forschungsprojekten hören und hatten die Möglichkeit, die diesjährigen Preisträger beim Empfang des Nobelkomitees persönlich kennenzulernen. Darüber hinaus besuchten die jungen Talente das Nobel Museum wie auch das Karolinska Institut, eine der weltweit renommiertesten medizinischen Hochschulen.

„Für unsere Preisträger ist die Nobelpreisverleihung eine exklusive Gelegenheit, mit herausragenden Wissenschaftlern ins Gespräch zu kommen“, sagt Dr. Sven Baszio, Geschäftsführender Vorstand der Stiftung Jugend forscht e. V. „Die Teilnahme an den Feierlichkeiten in Stockholm wirkt als besonderer Ansporn, selbst eine Karriere in Forschung und Wissenschaft einzuschlagen."

Quelle: www.jugend-forscht.de

Science Crossing Boundaries

Von geographischen, wissenschaftlichen und persönlichen Grenzüberschreitungen - Erfahrungsbericht von Jenny Schmalfuß

LIYSF. Fünf Buchstaben, die vor wenigen Wochen für mich noch ohne Bedeutung waren. Als ich am 01.06.2013 den  Sonderpreis für mein  Jugend forscht Projekt „Entwicklung eines Bestimmungs­schlüssels und Proteinsequenzanalyse für die Familie Silphidae“ im Kasino Leverkusen überreicht bekam, war da natürlich erst einmal eines: Freude. Zwei Wochen in London  bei einem inter­nationalen Jugend­wissen­schafts­forum sind keinesfalls zu verachten, ins­besondere wenn man so gerne Menschen aus anderen Kulturen kennenlernt und sich für eine Vielzahl an wissenschaftlichen Disziplinen begeistern kann wie ich.

Die Anmeldung war innerhalb einer Woche erledigt. Ich bekam die Flugbestätigung und durfte meine Vorträge wählen. Denn schon im Voraus hatte man als Teilnehmer die Möglichkeit, sich an einigen Tagen zwischen mehreren Vorträgen zu entscheiden. Im Zuge dessen begann ich das erste Mal wirklich darüber zu recherchieren, was in anderthalb Monaten auf mich zukommen würde. Ein Satz geisterte dabei immer wieder durch die Statements früherer Teilnehmer. „LIYSF hat mein Leben verändert.“ Zu diesem Zeitpunkt kam mir dies allerdings nur wie die Reaktion schnell zu begeisternder Gemüter vor, der ich keine weitere Beachtung schenkte.

Am 23.07.2013 stieg ich im London City Airport aus dem Flieger. Die britische Hauptstadt begrüßte uns mit ungewöhnlichem Sonnenschein, der bis zum Ende des London International Youth Science Forums am 07.08.2013 andauern sollte. Kurz bevor es losging wurde ich nun doch von der Aufregung erfasst: Waren meine Englischkenntnisse gut genug? Würde ich mit den anderen Teilnehmern ins Gespräch kommen? Würden die Vorträge Forschung hautnah vermitteln oder wären sie doch nur Schulstunden in Hörsälen? Unsere Unterbringung in den Räumen des Imperial College London vermittelte schon einen groben Eindruck, wie sich das Studieren hier anfühlen würde. 

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Präsentation ihres Projektes auf dem Science Forum Bazaar

­Meine Befürchtungen waren unbegründet. Die Vorträge hielten nicht nur was sie versprachen, das ein oder andere Mal wurden meine Erwartungen um Längen übertroffen. „A Little Light Relief“ von Professor David Phillips war eine jener erstaunlichen Präsentationen, bei denen schon nach wenigen Augenblicken der komplette Hörsaal verstummt, weil jeder bemerkt hat, dass vor einem gerade gezaubert wird. Bis dato hatte ich mich noch nie wirklich für Chemie begeistern können und hatte es mehr als notwendiges Übel zum Verständnis der „schönen“ Naturwissenschaften Physik und Biologie angesehen. Doch dieser Vortrag hat es geschafft, mich anderthalb Stunden lang gebannt in die Welt der Photochemie und Photomedizin eintauchen zu lassen. Science crossing boundaries. Diese kleine Episode war nur eines von vielen Beispielen, wie das Forum mir Einblicke in Gebiete verschafft hat, denen ich mich selbstständig nicht zugewendet hätte oder von denen ich schlichtweg noch nie etwas gehört habe. Aber man lernt natürlich nicht nur komplett Neues. Auch in meinen liebsten Fachrichtungen konnte ich einiges mitnehmen. Beispielsweise gab uns Professor Gianfranco Bertone einen wirklich mitreißenden Einblick eine seine eigenen Forschungen zu Dunkler Materie.

Die zwei Wochen des Forums waren nicht zuletzt durch die verschiedenen Besuche in Forschungs­zentren, Museen und sehenswerten Plätzen in und um London voller Abwechslung. In mehreren Debatten hatten wir die Möglichkeit, aktuelle Forschungsergebnisse um die Knochenfunde von König Richard III oder generelle Wissenschaftsdilemmata zu diskutieren.

Ein besonderer Höhepunkt war für mich der Science Forum Bazaar – ein Abend, an dem die Teilnehmer eigene Projekte präsentieren konnten und an dem ich mit meinem Jugend forscht Projekt teilnahm. Für mich war es etwas ganz Besonderes dort auszustellen, da in den anschließenden Diskussionen mehrere Aspekte und  Themengebiete angesprochen wurden, über die ich in Ver­bindung mit meinem Projekt noch nicht nachgedacht habe. Andere Kulturkreise lösen Probleme in der Tat auf ganz anderen Wegen – ich hoffe, dass ich einige der neuen Inspirationen in nächster Zeit umsetzen kann. Eine Überraschung der besonderen Art erwartete mich am nächsten Morgen, als ich meinen Namen mit neun anderen auf unserer Nachrichten-Tafel vermerkt sah. Es war bekannt gewesen, dass eine Jury zehn der mehr als sechzig Projekte auswählen würde, die am nächsten Abend vor dem ganzen Forum präsentiert werden sollten. Aber dass ich zu diesen zehn Projekten gehören würde, hatte ich aufgrund meiner Englischkenntnisse und der Qualität der anderen Projekte kategorisch aus­geschlossen. Meine Projektpräsentation vor 350 Teilnehmern, den Organisatoren und zwei hochkarätigen Wissenschaftlern war definitiv die Überschreitung einer persönlichen Grenze. Diese Grenzüberschreitung brachte mir nicht nur mehr Selbstvertrauen sondern auch den Ruf als „Beetle Girl“ ein.

Doch was das Forum für mich zu einem unvergesslichen Erlebnis machte, waren die Menschen. Die vielen Gespräche über wissenschaftliche Fragestellungen, Politik aus unterschiedlichsten Blickwinkeln und nicht zuletzt auch über Dinge, die weder mit dem Forum noch mit tiefgreifenden Themen etwas zu tun hatten. Ich habe dort Freundschaften geschlossen, die hoffentlich sehr lange halten werden und die ich schon jetzt – wenige Wochen nach dem Forum – nicht mehr missen möchte. Zwei Wochen lang mit so vielen tollen Menschen aus unterschiedlichen Kulturkreisen und mit verschiedensten Ansichten zu wohnen, zu leben und Spaß zu haben ist etwas, das verbindet. Und es verändert einen. Es gibt Ländern plötzlich ein Gesicht. Wenn ich in den Nachrichten vom Bürgerkrieg in Syrien höre, muss ich an meine Freunde in Israel denken und hoffe inständig, dass ihnen nichts passiert. Nächstes Jahr würde ich gerne einen meiner Freunde in Indien besuchen. Ich übertreibe nicht, wenn ich rückblickend sage: LIYSF hat mein Leben verändert.

Für diesen unglaublichen Aufenthalt möchte ich mich bei der Ernst A. C. Lange-Stiftung auf das Herzlichste bedanken – diese beiden Wochen in London waren das Beeindruckendste, das ich bis jetzt erlebt habe. Ich danke den Preisstiftern für diese Chance, meinen Horizont sowohl wissenschaftlich als auch persönlich zu erweitern. Danke, dass ich beim London International Youth Science Forum 2013 dabei seien durfte!

Erfolgreicher Start in das neue Jugend forscht Jahr.

„Verwirkliche Deine Idee.“

1. Oktober 2013: Lehrerinnen und Lehrer aus Oberschulen, Gymnasien und Berufsschulzentren der Regionen Dresden und Chemnitz trafen sich heute in den Technischen Sammlungen mit Wettbewerbsleitern, Fachjuroren und Patenunternehmen der sächsischen Jugend forscht Wettbewerbe zu einem Informationsaustausch inmitten der entstehenden Experimentierfelder des DLR_School_Lab der TU Dresden. 

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Auftaktveranstaltung in den Technischen Sammlungen Dresden

Was es heißt, sich mit selbst erarbeiteten Forschungsprojekten zu vergleichen, von engagierten Fachjuroren bewertet und von den Patenvertretern aus der Wirtschaft gewürdigt zu werden, vermittelte der Jugend forscht Film vom Landeswettbewerb 2013 in Chemnitz gleich zu Beginn.

Dr. Sven Baszio, Geschäftsführer Vorstand der Stiftung Jugend forscht e.V., rief die anwesenden Lehrer auf, Betreuungslehrer zu werden und Schüler in ihrem Forscherdrang zu unterstützen, denn „Verwirkliche Deine Ideen“ – das Wettbewerbsmotto für 2014 - geht nur gemeinsam.

Auf die herausragende Bedeutung von Jugend forscht für die Persönlichkeitsentwicklung und für den ergänzenden Unterricht verwies Jens Reichel, sächsischer Landeswettbewerbsleiter, in seiner Begrüßung. Gemeinsam mit Dr. Baszio informierte er in den anschließenden Gesprächen über die Aufgaben der Projektbetreuer und warb um das Engagement seiner Kolleginnen und Kollegen.

Stellvertretend für die anwesenden Landespatenbeauftragten vom BMW Werk Leipzig, Jochen Müller und von Siemens, Region Deutschland Ost, Elke Heinrich, bekräftigte Karin Raths von Globalfoundries den Bedarf von Wirtschaft und Industrie an jungen Menschen mit Forscherleidenschaft. Darüber und über konkrete Berufschancen konnten sich die Anwesenden gleich vor Ort im Gespräch mit Ausbildungsleitern der Unternehmen informieren.

Das gemeinsame Auftreten von Jugend forscht und dem DLR_School_Lab der TU Dresden war eine gelungene Allianz. Projektleiterin Dr. Janina Hahn, Verena Leuterer, Dezernentin Studium und Weiterbildung sowie Studenten der TU Dresden erläuterten das Projekt „Raus aus der Schule – rein ins Labor“ an den konkreten Versuchsfeldern und nahmen bereits zahlreiche Anmeldungen für ihre Angebote an die Schüler der Sekundarstufen I und II entgegen. Eine tolle Sache und eine ausgezeichnete Bereicherung für Jugend forscht in Sachsen!

London International Youth Science Forum 2013

Erfahrungsbericht von Sören Arlt

Beim Bundeswettbewerb habe ich die Reise nach London gewonnen. Ich würde im Sommer zwei Wochen am Imperial College in London verbringen und in der dritten Woche nach Paris und Genf weiterreisen. Schon am Tag der Preisverleihung war ich mir über die genaue Bezeichnung des Programms unsicher. Ich hatte keine Ahnung was so ein „Forum“ sein sollte. Ich dachte an eine Reihe von Vorlesungen, ein paar Exkursionen und dass ich ein englischsprachiges Plakat für mein Projekt erstellen müsste. Doch die Erfahrungen, die man aus und zwischen den Veranstaltungen mitnimmt, beeindrucken mich immer noch. Beeindruckend sind auch schon die zwei Lieblingszahlen des Forums (auf welche die Veranstalter stolz bei jeder festlichen Veranstaltung hinwiesen): ca. 300 Schüler und Studenten aus 60 verschiedenen Ländern.

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Gruppenfoto vor der Albert Hall in South Kensingston, London

Alle kamen im schönen South Kensingston, im Zentrum Londons,  südlich des Hyde Parks, in Wohnheimen der Universität unter. Ich möchte in diesem Erfahrungsbericht vor allem das hervorheben, was Sean, einer der Staff Mitglieder, in seiner abschließenden Ansprache in Genf auf dem Gelände des CERNs zur Geltung brachte: „Das wichtigste am Forum ist die Chance, zu verstehen, dass, egal woher hier jeder Einzelne kommt und wohin jeder Einzelne gehen mag, wir alle Menschen sind – Menschen mit Ängsten und Träumen.“

Diese Aussage ist meiner Erfahrung nach sehr richtig gewesen. Zwar ist das zentrale Thema des Programms die Wissenschaft und man kommt oft nicht lange um eine wissenschaftliche Diskussion herum, aber die Möglichkeit, jeden Tag, mehr als einen Menschen zu treffen, aus einem Land, über das man bisher nur gehört oder gelesen hat, die sich aber für die gleichen Sachen interessieren als man selbst, bietet sich selten. Manchmal trifft man sogar Menschen aus Ländern, von denen man noch nie gehört hat, wie zum Beispiel Harry aus Guernsay (Inselstaat von 65.000 Einwohnern vor der Südküste von Großbritanniens), mit dem ich mir in Paris ein Zimmer geteilt habe.

Die angesprochenen Ängste der Teilnehmer bezogen sich oft auf ihre Ausbildung. Oft habe ich mit indischen Schülern gesprochen, die, meist schon ein Jahr vor dem Studium, durch zeitraubende und sehr konkurrenzstarke Bewerbungsprozeduren gehen müssen, in der Hoffnung, einen Studienplatz in der USA zu erlangen, weil ihnen ein Studium im heimischen Bildungssystem ihren Traum, z.B. in der Forschung zu arbeiten, nahezu unmöglich macht. Ein Beispiel ist Akshat, der im letzten Jahr ein zweiwöchiges Praktikum bei NASA gemacht hat und hofft, dort eines Tages arbeiten zu können.

Ähnlich beeindruckend sind auch die Teilnehmer, die ihre Träume schon jetzt leben. Man macht Bekanntschaften und schließt Freundschaften mit Schülern, die wenige Wochen später ihr Studium an den Eliteuniversitäten Amerikas und Großbritanniens beginnen, kann sich bei der Exkursion nach Oxford von ihnen erzählen  und zeigen lassen, wo und wie sie im nächsten Jahr leben und lernen werden.

Um auf das oben erwähnte Motto zurückzukommen: In beiden Fällen sind die Menschen, egal wie fremd sie einem zuvor vorkamen, auch nur Menschen. Mit Emil aus Schweden, der jetzt in Yale in studiert, habe ich mein Lunchpaket getauscht, beeindruckend normal.

Die Seminare und Vorlesungen spannten sich über verschiedene Gebiete der Naturwissenschaften. Hauptthemen waren globale Probleme wie günstige Energie- und Nahrungsversorgung. Es wurden auch wissenschaftliche Initiativen vorgestellt. Hier hat mich vor allem das SESAME Projekt beeindruckt, das von seinem Presidenten und ehemaligem CERN Direktor,  Christopher Llewellyn Smith, persönlich vorgestellt wurde. Das Projekt soll die wissenschaftliche Kooperation im Nahen Osten fördern und verdient einen eigenen Artikel.

Oft waren auch Wissenschaftliche Arbeiten von Professoren des Imperial College Thema. Einer der lustigsten Momente aus meiner LIYSF-Erfahrung stammt aus so einem Vortrag. Ein Professor stellte uns anfangs die Fakultät der Life-Sciences (Bio Wissenschaften) vor und warb für den dazugehörigen Studiengang in London. Als er dann über seine eigene Arbeit sprach und erwähnte, dass er selbst studierter Physiker ist, jetzt aber in der Krebsforschung arbeitet, fragte Jenny, die ich schon seit dem Landeswettbewerb in Sachsen kenne, ob er denn heute den Studiengang, den er gerade in aller Ausführlichkeit beworben hatte, der Physik vorziehen würde. Diese Frage musste er lachend, aber ehrlich, mit „Nein“ beantworten.

Ein Abend war für die Präsentation der Projekte der einzelnen Teilnehmer. Im Jugend-Forscht Stil konnte jeder, an seinem eigenen Stand, Interessenten von seiner Arbeit erzählen.

Die Woche in Paris und Genf war programmtechnisch etwas von den zwei Wochen in London abgegrenzt, war aber genauso beeindruckend. Besonders überwältigend war die Besichtigung des CMS Detektors am unterirdischen LHC-Tunnel und die Übernachtung im CERN-Hostel auf dem Forschungsgelände. Das Forum wird mir in sehr guter Erinnerung bleiben.

Ich bin ausgesprochen dankbar für die Möglichkeiten, die mir durch Jugend Forscht und finanziell durch die Ernst A. C. Lange Stiftung. 

Jugend forscht Bundessieger erringen drei Preise beim 25. European Union Contest for Young Scientists

Deutsche Erfolge beim EU-Wettbewerb 2013 in Prag

Beim 25. EU-Wettbewerb für Nachwuchswissenschaftler hat das deutsche Team einen zweiten und einen dritten Preis sowie einen Sonderpreis gewonnen. Vier Monate nach dem 48. Bundeswettbewerb konnten sich die drei Jugend forscht Bundessieger in Prag gegen starke Konkurrenz aus 37 Ländern behaupten. Die Preisträger des diesjährigen European Union Contest for Young Scientists wur-den heute in der Bethlehemskapelle geehrt. Die feierliche Preisverleihung war Höhepunkt des europäischen Wettbewerbs, bei dem die jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit Preisen im Gesamtwert von rund 45.000 Euro sowie Studienreisen und Forschungspraktika ausgezeichnet wurden.

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Lennart Kleinwort (15) aus Zell bei Würzburg gewann einen der drei mit jeweils 5.000 Euro dotierten zweiten Preise. Der Jungforscher präsentierte eine Software, mit der sich auf Smartphones und Tablet-Computern geometrische Figuren darstellen und verändern lassen. Mit seinem Programm kann er Kreise be-wegen, drehen oder vergrößern, indem er einfach mit mehreren Fingern gleich-zeitig über den Bildschirm streicht. Darüber hinaus ist es möglich, im Freihandmodus geometrische Objekte auf das Display zu malen. Beim 48. Bundeswettbewerb hatte dieses Projekt aus dem Fachgebiet Mathematik/Informatik den Preis des Bundespräsidenten für eine außergewöhnliche Arbeit erhalten.

Der 18-jährige Daniel Pflüger aus Lüneburg errang einen der drei mit 3.500 Euro dotierten dritten Preise. Der Physik-Bundessieger dieses Jahres entwickelte eine neue Methode, um das Auftreffen eines Tropfens auf eine spiegelglatte Wasseroberfläche zu analysieren. Er konnte erste Ansätze zur Messung des komplexen Wasserspiels beim Tropfeneinschlag realisieren, indem er die Höhe der entstehenden Wellen mit Laser und Digitalkamera präzise maß. Auf diese Weise gelang ihm eine günstige Alternative zu Aufnahmen mit teuren Hochgeschwindigkeitskameras.

Erfolgreich war auch Michael Laue (18) aus Muldestausee bei Bitterfeld. Der Chemie-Bundessieger gewann als Sonderpreis einen einwöchigen Forschungsaufenthalt an der European Synchrotron Radiation Facility (ESRF) in Grenoble. Der 18-Jährige überzeugte die Jury mit seinem neu entwickelten Verfahren zur Herstellung elektrisch leitender Kohlenstoffschichten mit einfachen Mitteln. Dafür oxidierte er handelsüblichen Graphit mit starken Säuren zu Graphitoxid. Mittels Ultraschall spaltete er davon einzelne Schichten ab: das Graphenoxid. Um schließlich noch den Sauerstoff auszutreiben, experimentierte er mit Blitzlicht, Laserstrahlen, Mikrowelle und verschiedenen Chemikalien.

„Ich freue mich sehr über das erfolgreiche Abschneiden unserer Bundessieger. Das Ergebnis zeigt, dass deutsche Nachwuchswissenschaftler in Europa eine wichtige Rolle spielen“, sagt Dr. Sven Baszio, Geschäftsführender Vorstand der Stiftung Jugend forscht e. V. „Der EU-Wettbewerb ist eine wichtige Veranstaltung zur Förderung des europaweiten Dialogs junger Talente im MINT-Bereich.“

Der European Union Contest for Young Scientists wird von der Europäischen Kommission veranstaltet. Ziel ist die Förderung des wissenschaftlichen Austausches und der Zusammenarbeit zwischen jungen Forschern.

 

Pressekontakt:
Stiftung Jugend forscht e. V.
Dr. Daniel Giese
Tel.: 040 374709-40
Fax: 040 374709-99
E-Mail: presse(at)jugend-forscht.de
www.jugend-forscht.de
www.facebook.com/Jugend.Forscht

SEPTEMBER

Neun Schüler aus Sachsen beim Bundesfinale der Internationalen Junior Science Olympiade

Neun Schüler aus Sachsen haben sich für das Bundesfinale der IJSO vom 6. bis 11. Oktober in Hamburg qualifiziert. Von der Wilhelm-Ostwald-Schule in Leipzig werden sechs Jugendliche, vom Kepler-Gymnasium Chemnitz, dem Schmitt-Rotluff-Gymnasium Chemnitz und dem Albert-Schweitzer-Gymnasium Limbach-Oberfrohna je ein Schüler in die Hansestadt reisen. Dort werden aus insgesamt 45 Teilnehmern die sechs Besten ermittelt, die im Dezember Deutschland im indischen Pune bei der IJSO 2013 vertreten werden. 

Die komplette Meldung finden Sie hier.
Deutsche Seite der Junior Science Olympiade

 

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SEPTEMBER

Auftaktveranstaltung Jugend forscht Sachsen

Die Auftaktveranstaltung von Jugend forscht in Sachsen findet am 1.Oktober von 14.00 bis 16.00 Uhr in den Technischen Sammlungen Dresden gemeinsam mit dem DLR_SCHOOL_Lab statt. 

„Raus aus der Schule, rein ins Labor“ – „Verwirkliche deine Ideen!“, lebendiger und zukunftsweisender können Einladungen für den ergänzenden Unterricht in den technisch-naturwissenschaftlichen Fächern vom DLR_School_Lab und von Jugend forscht nicht formuliert werden. Ab November 2013 können Schülerinnen und Schüler in einem neu errichteten, modernen Großlabor in den Technischen Sammlungen Dresden spannende Experimente in Material-wissenschaften, alternativer Energiegewinnung und Energiespeicherung im Umfeld aktueller Forschungsanwendungen durchführen.

Im Rahmen der diesjährigen Jugend forscht-Auftaktveranstaltung bietet sich für 100 Fachlehrer in Mathematik / Naturwissenschaften die Möglichkeit, exklusiv und noch vor Eröffnung das DLR_School_Lab der TU Dresden kennenzulernen.

Bitte geben Sie diese Information innerhalb Ihrer Fachschaften weiter und gewinnen Sie interessierte und motivierte Kolleginnen und Kollegen zur Teilnahme an dieser Veranstaltung Die Anmeldungen sind bitte bis 20. September unter info@jugend-forscht-sachsen.de vorzunehmen. (Für die komplette Einladung klicken Sie bitte auf "weiter"

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August 2013

Jugend forscht: „Verwirkliche Deine Idee.“


Unter dem Motto „VERWIRKLICH DEINE IDEE“ startet Jugend forscht in die neue Runde. Ab sofort können sich Jugendliche mit Freude und Interesse an Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) wieder bei Deutschlands bekanntestem Nachwuchswettbewerb anmelden. Schülerinnen und Schüler, Auszubildende und Studierende sind aufgerufen, auch in der 49. Wettbewerbsrunde zu forschen und zu experimentieren.

Wer bei Jugend forscht mitmachen will, muss kein zweiter Einstein sein. Wichtig sind aber Neugier und Kreativität. Die Jugendlichen sind gefordert, spannende Ideen, die sie nicht mehr loslassen, in einem eigenen Forschungsprojekt zu verwirklichen. Der Wettbewerb ist genau das Richtige für alle, die Spaß am Forschen, am Erfinden und am Experimentieren haben, die neue Freunde finden wollen und Lust haben, Teil des großen Jugend forscht Netzwerks zu werden.

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An Jugend forscht können junge Menschen bis zum Alter von 21 Jahren teilnehmen. Jüngere Schülerinnen und Schüler müssen im Anmeldejahr mindestens die 4. Klasse besuchen. Studenten dürfen sich nur im Jahr ihres Studienbeginns anmelden. Zugelassen sind sowohl Einzelpersonen als auch Zweier- oder Dreierteams. Anmeldeschluss für die neue Runde ist der 30. November 2013. Beim Wettbewerb gibt es keine vorgegebenen Aufgaben. Das Forschungsthema wird frei gewählt. Wichtig ist aber, dass es sich einem der sieben Fachgebiete zuordnen lässt: Arbeitswelt, Biologie, Chemie, Geo- und Raumwissenschaften, Mathematik/Informatik, Physik sowie Technik stehen zur Auswahl.

Für die Anmeldung im Internet reichen zunächst das Thema und eine kurze Beschreibung des Projekts. Im Januar 2014 müssen die Teilnehmer eine schriftliche Ausarbeitung einreichen. Ab Februar finden dann bundesweit die Regionalwettbewerbe statt. Wer hier gewinnt, tritt auf Landesebene an. Dort qualifizieren sich die Besten für das Bundesfinale im Mai. Auf allen drei Wettbewerbsebenen werden Geld- und Sachpreise im Gesamtwert von rund einer Million Euro vergeben.

„Deutschland braucht alle Talente und sollte die vorhandenen Potenziale im MINT-Bereich noch wirkungsvoller ausschöpfen, indem junge Menschen entsprechend ihren Begabungen individuell gefördert werden“, sagt Dr. Sven Baszio, Geschäftsführender Vorstand der Stiftung Jugend forscht e. V. „Dies können wir erreichen, indem wir neben der Schule noch stärker auf ein Erfolgsmodell aus dem Sport- und Musikbereich setzen. Talentförderung betreiben dort flächendeckend und sehr effektiv die Sportvereine und Musikschulen. Im MINT-Bereich fehlt eine vergleichbare Infrastruktur vielerorts. Außerschulische Lernorte wie beispielsweise Schülerlabore und Schülerforschungszentren können hier künftig eine wichtige Aufgabe übernehmen.“

Die Teilnahmebedingungen, das Formular zur Online-Anmeldung wie auch weiterführende Informationen und das aktuelle Plakat zum Download gibt es unter www.jugend-forscht.de im Internet.

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