WETTBEWERBSTERMINE

Es geht wieder los!

„Es geht wieder los!“

So lautet das diesjährige Motto von Jugend forscht im 50. Jahr seines Bestehens. Ein großes Jubiläum und natürlich ein großartiger Wettbewerb für alle jungen Leute, die gern tüfteln, entwickeln und sich wissenschaftlich betätigen. Der Bundeswettbewerb 2015 findet vom 26. bis 30. Mai 2015 in Ludwigshafen statt.  Bis dahin ist es noch ein weiter Weg. Zunächst einmal stehen die Regionalwettbewerbe in den Regionen Leipzig/Nordwestsachsen, Chemnitz/Südwestsachsen und Dresden/Ostsachsen an. Wer dort von den Juroren in seinem Fachgebiet  ausgezeichnet wird, gelangt zum Landeswettbewerb, der diesmal im BMW Werk Leipzig stattfindet. Diesen richten die Patenfirmen Globalfoundries, BMW Werk Leipzig und die Siemes AG aus. Die Sieger in den Fachbereichen Arbeitswelt, Biologie, Chemie, Mathematik/Informatik, Physik, Geo- und Raumwissenschaft und Technik fahren dann zum Bundeswettbewerb.

Wettbewerbstermine:

Dresden/Ostsachsen, 27. Februar 2015
Gymnasium Bürgerwiese Dresden
www.jufo-dresden.de

Chemnitz/Südwestsachsen, 6. und 7. März 2015
Chemnitz

Leipzig/Nordwestsachsen, 12. März 2015
Foyer des Neuen Augusteums der Universität Leipzig
www.jufo-leipzig.de

Landeswettbewerb Sachsen, 26. bis 28. März
BMW Werk Leipzig
www.jugend-forscht-sachsen.de

Bundeswettbewerb 26. bis 30. Mai 2015
Ludwigshafen
www.jugend-forscht.de

Weiter

Vincent Stimper in Stokholm

Sächsischer Jugend forscht Sieger trifft Nobelpreisträger

Bei der am 10.12.2014 in Stockholm stattfindenden Nobelpreisverleihung ist auch ein aktueller Bundessieger von Jugend forscht zu Gast. Vincent Stimper (19) wird miterleben, wie das schwedische Königspaar die höchsten wissenschaftlichen Auszeichnungen verleiht. Für den talentierten Jungforscher ist der Festakt der Höhepunkt einer ereignisreichen Woche: Gemeinsam mit 23 Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftlern aus 18 Ländern nimmt er derzeit am einwöchigen "Stockholm International Youth Science Seminar" (SIYSS) teil, das seit 39 Jahren von der Schwedischen Vereinigung junger Wissenschaftler veranstaltet wird.

Vincent Stimper gewann die Reise nach Stockholm beim diesjährigen Jugend forscht Finale in Künzelsau als Sonderpreis der Bremer Ernst A. C. Lange-Stif­tung. Sein Physik-Projekt "Zwischen Harmonie und Chaos - ein verallgemeinertes Modell des Doppelpendels" wurde zudem mit dem Bundessieg im Fachgebiet Physik ausgezeichnet.

Weiter

Vincent Stimper Bundessieger Physik 2014

"Die Nobelpreisverleihung, auf die ich mich sehr freue, wird eine außergewöhnliche Erfahrung sein", beschreibt Vincent Stimper seine Erwartungen. "Besonders gespannt bin ich auf die traditionellen Dankesreden der Preisträger und habe mir fest vorgenommen, die Laureaten nach der Quelle ihrer Motivation und Inspiration für ihre Forschungsarbeit zu fragen. Ich bin mir sicher, dass die Woche in Stockholm ein prägendes Erlebnis ist, das mir mein ganzes Leben lang in Erinnerung bleiben wird", sagt Vincent Stimper, der im Sommer 2014 sein Abitur am Karl-Schmidt-Rottluff-Gym­nasium in Chemnitz bestanden hat und seit dem Wintersemester an der TU Mün­chen Mathematik studiert.

Nach der Nobelpreisverleihung wird der Jungforscher mit den Nobelpreisträgern, zu denen auch der deutsche Chemiker Stefan Hell gehört, und mehr als 1 000 Gästen am traditionellen Bankett teilnehmen und anschließend im Frack auf dem festlichen Ball im Stockholmer Rathaus tanzen. In der Woche zuvor konnte Vincent Stimper bereits beim SIYSS an einem attraktiven wissenschaftlichen und kulturellen Programm teilnehmen: Die jungen Talente hörten unter anderem Vorträge der Laureaten zu ihren Forschungsprojekten. Darüber hinaus besuchten die Nachwuchswissenschaftler die Königliche Technische Hochschule, das Nobel Museum wie auch das Karolinska Institut, eine der weltweit renommiertesten medizinischen Hochschulen.

"Für unseren aktuellen Physik-Bundessieger Vincent Stimper ist die Nobelpreisverleihung eine exklusive Gelegenheit, mit herausragenden Wissenschaftlern ins Gespräch zu kommen", sagt Dr. Sven Baszio, Geschäftsführender Vorstand der Stiftung Jugend forscht e. V. "Die Teilnahme an den Feierlichkeiten in Stockholm wirkt darüber hinaus als besonderer Ansporn, selbst eine Karriere in Forschung und Wissenschaft einzuschlagen."

Quelle: Text und Foto
Stiftung Jugend forscht e. V. 
Dr. Daniel Giese 
Baumwall 5 
20459 Hamburg 
Tel.: 040 374709-40 
Fax: 040 374709-99 
E-Mail: presse(at)jugend-forscht.de 
www.jugend-forscht.de 

Ein Kurzporträt

Vincent Stimper- Bundessieger Physik 2014

Vincent Stimper

Ende Mai 2014 errang der Chemitzer Vincent Stimper vom Karl-Schmitt-Rottluff-Gymnasium beim Bundeswettbewerb Jugend forscht in Künzelsau den Bundessieg im Fachgebiet Physik. Neben diesem beeindruckenden wissenschaftlichen Erfolg, erhielt Vincent einen weiteren wertvollen Sonderpreis, die Teilnahme an der Nobelpreisverleihung am 10. Dezemper 2014 in Stockholm. Die Internetseite von Jugend forscht aus Hamburg hat den Chemnitzer porträtiert. Hier ein Auszug:

 

 

Zwischen Harmonie und Chaos

Die große Leidenschaft von Vincent Stimper sind die Fächer Mathematik und Physik. Was ihn daran so fasziniert? Komplexe scheinbar unlösbare Fragestellungen und die Herausforderung, Stück für Stück an neuen Erkenntnissen zu arbeiten. "Wenn man dann die Lösung hat, fühlt man sich wie der King der Welt", so der Jungforscher. Insofern verwundert es nicht, dass er für seine zweite Jugend forscht Teilnahme ein komplexes theoretisches Problem erforscht. In seinem Projekt "Zwischen Harmonie und Chaos – ein verallgemeinertes Modell des Doppelpendels" untersucht er sogenannte chaotische Prozesse. Dabei handelt es sich um Systeme, deren künftige Entwicklung unvorhersehbar erscheint. Ein ebensolches System ist das Doppelpendel: Stößt man es an schwingt es erst gleichmäßig hin und her, um bald darauf chaotisch herumzutanzen. Der Jungforscher untersucht die Bewegungen des Doppelpendels und findet beispielsweise heraus, dass einige Schwingungen des Pendels bereits chaotisch sind, obwohl sie regelmäßig erscheinen. In der 49. Wettbewerbsrunde von Jugend forscht tritt Vincent Stimper mit diesem Projekt im Fachgebiet Physik an, wird erneut sächsischer Landessieger und kann sich so für den Bundeswettbewerb qualifizieren.

Preisträger mit Herz

Das Jugend forscht Finale Ende Mai 2014 in Künzelsau hält für den 18-Jährigen viele Überraschungen bereit. Höhepunkt des viertägigen Wettbewerbs sind die Preisverleihungen am Samstagabend und Sonntagvormittag. Am Samstag findet die Sonderpreisverleihung in festlicher Atmosphäre, mit einem mehrgängigen Dinner und vielen Gästen statt. Der Jungforscher denkt in diesem Moment an seine Wettbewerbserfahrung aus dem vorangegangenen Jahr und wie er vergeblich auf einen Preis hoffte. Doch in diesem Jahr ist alles anders: Vincent Stimper gewinnt die begehrte Reise zur Nobelpreisverleihung in Stockholm. In seiner Dankesrede motiviert er die anwesenden Jungforscher, die diesmal ohne Auszeichnung geblieben sind, mit ergreifenden Worten nicht aufzugeben und weiter zu forschen. Er selbst sei ein gutes Beispiel, dass es sich lohnt. Für seine aufmunternden Worte bekommt er im Anschluss viel Zuspruch von seinen Mitstreitern. "Die große Anerkennung hat mich fast mehr geehrt als die Auszeichnung selber", sagt der Preisträger.

Sieger in der "Königsklasse"

Zum Zeitpunkt der Sonderpreisverleihung kann Vincent Stimper noch nicht wissen, dass am nächsten Tag ein noch viel größerer Erfolg auf ihn wartet. Die Siegerehrung am Sonntag beginnt mit dem traditionellen Einmarsch der Jungforscher. Nachdem alle auf ihren Plätzen sitzen, beginnt für den talentierten Physiker wieder das Hoffen und Bangen. Dann der große Moment: Vincent Stimper gewinnt den Bundessieg im Fachgebiet Physik! Klaus von Klitzing, Nobelpreisträger für Physik des Jahres 1985, hält die Laudatio und beglückwünscht ihn auf der Bühne. Bundesministerin Prof. Dr. Johanna Wanka sowie zahlreiche Vertreter aus Politik und Wirtschaft sitzen in der ersten Reihe und beklatschen begeistert die herausragende Leistung. "Ich fühlte mich sehr geehrt und demütig, dass meine Arbeit in dieser Form honoriert wurde", so der Jungforscher.

Vollständiger Text unter: auf www.jugend-forscht.de